Gaspreisentwicklung

Die aktuelle Gaspreisentwicklung beunruhigt nicht nur die Endverbraucher, auch Politiker und Verbraucherschützer zeigen sich über die letzten Entwicklungen auf dem Gasmarkt besorgt. Schon im Juli und August zogen viele Gasunternehmen Ihre Preise an. Zum Herbst wollen weitere hundert Gasanbieter Ihre Tarife für Gas erhöhen. Die Unternehmen begründen Ihre Preissprünge mit den gestiegenen Gas Beschaffungskosten und der weltweit gestiegenen Nachfrage an Energie.

Vermehrt wurden Spekulationen über Gaspreiserhöhungen um 40 Prozent laut. Selbst wenn sich diese Befürchtungen nicht bewahrheiten sollten und es „nur“ zu Gaspreiserhöhungen um bis zu 20 Prozent kommt, sieht die Situation für Gaskunden zurzeit nicht gerade rosig aus. Eine Möglichkeit, sich gegen die krassen Preissteigerungen einiger Versorger zu wehren, besteht darin, den Gasanbieter zu wechseln. Damit bieten Sie den Gas-Unternehmen nicht nur die Stirn, Sie beleben auch noch den Wettbewerb.

Ölpreisbindung

Die Preise für Gas richten sich nach dem aktuellen Ölpreis. Ganz gleich ob der Ölpreis sinkt oder fällt, die Gaswirtschaft orientiert sich an der Lage auf dem Ölmarkt. Diesem Phänomen liegt die Ölpreisbindung aus den sechziger Jahren zugrunde. Damals wurde diese brancheninterne Regelung eingeführt, um zu verhindern, dass Gas als billiger Rohstoff dem Öl zu starke Konkurrenz macht. Außerdem sollte auf diese Weise die Förderung und Investitionssicherung des Rohstoffs sichergestellt werden.

Heute ist die Ölpreisbindung aber nicht mehr zeitgemäß, weswegen man auch schon vielfach die Entkoppelung des Gaspreises gefordert hat. Die Gaswirtschaft hält aber nach wie vor an der Bindung fest und beruft sich dabei auf den hart um kämpften Markt.

Ob eine Entkoppelung des Gaspreises überhaupt den gewünschten Effekt erzielen wird, sei erstmal dahingestellt. Fakt ist jedoch, dass die Ölpreisbindung aus heutiger Sicht nicht mehr zu rechtfertigen ist.

Sollten auch Sie von den drastischen Gastariferhöhungen betroffen sein, empfehlen wir Ihnen entweder, den Gasanbieter zu wechseln oder so lange den alten Gaspreis weiter fortzuzahlen, bis der jeweilige Gasversorger seine Preissteigerungen nicht im Einzelnen darlegen konnte.